Kinder und ihre Hobbys

Unser Großer hat seit Anfang dieses Schuljahres ein neues Hobby. Er hat seinen Karate-Anzug an den Nagel gehängt und trägt nun Basketballschuhe und Basketball-Trikot. Eines von, lass mich mal überlegen, mehreren Hobbys. Gut so, so hat er neben der Musik auch gut Bewegung. Seine kleine Schwester hat er nun auch angesteckt. Sie will ins MiniBaskets-Training gehen. Mal sehen, ob sie das  nach den Ferien auch noch will ;)

Seit einem guten halben Jahr geht er nun ins Basketball-Training. Bei zwei Spielen durfte er schon mitspielen.

Vor ein paar Tagen hat die Mannschaft dann auch an den MiniMasters teilgenommen. Einen wunderbaren 6. Platz haben sie sich erspielt. OK, sie wurden Letzter, dafür gab´s jede Menge Erfahrungen und Eindrücke gratis dazu. Die Frustrationsgrenze jedes einzelnen Spielers wurde auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Bei drei Spielen war in der Halbzeit schon klar, dass unsere Jungs und Mädls das nicht mehr aufholen. 
Als Mami fand ich es für die Kids einerseits schon auch traurig, dass sie keines dieser drei Spiele gewinnen konnten, andererseits fand ich es unglaublich wichtig, wie danach damit umgegangen wird.  Jeder verarbeitet Niederlagen anders. Jeder hat eine andere Frustrationstoleranz / Schmerzgrenze. Und genau hier fängts an. 
Man kann seine Kinder nicht immer und ewig vor allen schmerzhaften Erfahrungen schützen. Ganz im Gegenteil. Sie sollen lernen, dass die Welt nicht nur nett und lieb zu ihnen ist. Sie ist es nämlich nicht. Ich finde es wichtig, dass sie die Möglichkeit bekommen im geschützten Rahmen sich selbst und ihre Grenzen kennen zu lernen, mit der Familie im Rücken, die sie auffangen kann. 
Nach drei verlorenen Spielen nicht zu hören wie sch..ße sie gespielt haben, sondern gesagt zu bekommen, was schief lief und was besser ginge und dass sie trotz allem gut gespielt haben und ihr Möglichstes gegeben haben, tat ihnen gut. Auch die Entscheidung des Trainers bis zur Siegerehrung noch zu bleiben und nicht einfach mit eingezogenen Köpfen nach Hause zu fahren, fand ich sehr sportlich. Bei der Siegerehrung waren nämlich alle Mannschaften wieder ein großes Team. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit war einfach wunderschön anzusehen. Es wurde niemand ausgelacht oder geärgert. Sie waren alle stolz und glücklich dabei zu sein.







Ach ja, zum Schluß gab´s noch Prickelbrause (Apfelschorle) für die Kids, um auf ihre Leistung gebührend anzustoßen. Auf geht´s Baskets in eine neue Saison!

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