Geschwisterkinder

Schon bald ist er 10 Jahre alt....
Aber davon wollte ich heute eigentlich gar nicht schreiben.
Ich wollte euch ein paar Fotos vom großen Bruder, dem Vorbild, dem Lieblings-Drummer-Boy, dem besten Lehrer (egal ob Quatsch oder sinnvolle Dinge....ok Quatsch überwiegt), dem Quatschmacher-Nr. 1 gleich nach der kleinen Lady, dem wundervollsten Sohn und Bruder, da lassen...


2 Wochen Weihnachtsferien sind um. Der Alltag hat uns seit heute wieder. Die Bilanz....sehr positiv. Die Beiden sind ein wunderbares Geschwisterpaar, mit Konflikten, Rivalitäten, kleinen und größeren Machtkämpfen, Stärken und Schwächen, und ganz besonders viel Liebe füreinander. Eine Geschwisterbeziehung eben, mit allen Ecken und Kanten, die dazugehören.

Diese Ferien konnte man die Liebe, die sie für den jeweils Anderen empfinden, schon fast mehr als spüren. Jede/r ließ dem/der Anderen die nötigen Freiräume, sie kamen auch immer wieder zusammen um miteinander zu spielen, zu streiten oder Quatsch zu machen. Dieses Mal konnten wir als Eltern uns ein bisschen zurücklehnen und die Kids einfach machen lassen. Die Reibereien konnten meist alleine gelöst werden, und was für mich am Schönsten war, ich hatte zwei Kinder, die miteinander spielten.
Bis dato war es oft so, dass beide Kinder zwar in einem Zimmer gespielt haben, aber jedes für sich alleine (mehr oder weniger). "Mami, die Franzi hat....", Mami, der Aletsss ned ma(cht)...." war eigentlich bei uns immer und ständig zu hören. Dieses Mal nicht. Hab ich ehrliche gesagt die ganzen beiden Wochen nicht gehört (und auch nicht vermisst). Es war eher so, als hätten sie sich zusammengetan gegen uns Erwachsene. Sie waren eine Einheit. Und genau das war unglaublich schön zu beobachten.
Geschwister, die sich unendlich lieben, die sich streiten, die Machtkämpfe ausfechten, die sich gegenseitig ganz wunderbar prägen und als Vorbilder dienen, die wenn es drauf ankommt eine Einheit darstellen, in der Jeder für Jeden einsteht.

Sie lernen momentan gerade sehr viel voneinander. Als Eltern einfach nur schön zu beobachten.






Schnitt: ki-ba-doo Louis
Stoff: Jersey-Sweat von Evli´s Needle

Kommentare

  1. Weisst Du noch?
    Es ist schon über 2 Jahre her. Damals haben wir uns mal über die Geschwistersituationen unterhalten. Gesundes Kind - Kind mit Behinderung. Du hattest damals schon so klare Aussagen, eine Meinung zum Geschwisterkind.
    Es sind tolle Geschwister, Deine beiden Schätze.
    Und doch bin ich der Meinung, dass Deine/Eure Haltung auch beiträgt, dass es so gut wird. Dass die beiden so besonders miteinander sind! Ihr bedauert A. nie, dass er eine Schwester hat, die so ganz anders ist.

    Im Bekanntenkreis hat eine Familie nun dadurch ein grosses Problem. Von Anfang an wurde der älteren, gesunden Tochter irgendwie vermittelt, wie schlimm es ist, dass der Bruder behindert ist. Nun mit 13 Jahren führt sie sich auf, ich kann es nicht anders nennen! Sie hat es von den eigenen Eltern gelernt, sie ist "die Arme", so ein Unglück. Ich schreib das nun nicht überzogen, das war wirklich jahrelang so!
    Nun verlangt die 13jährige, dass der Bruder unter Woche in eine Heim soll!
    Und mein Geschwisterkind macht sich Gedanken und versteht es ein bisschen! Es waren lange, schwere Gespräche mit ihr über Weihnachten.
    Susa kommt z.Zt. auch nicht so gut mit Robert klar. Es ist aber vielleicht auch nochmal schwieriger, denn er ist ein sehr fordernder, grenzüberschreitender Bruder. Sozial lebt er in seiner eigenen Welt. Mit 15 tut man sich vielleicht schwer, aber ich bleib bei meiner Meinung. Das ist kein Grund sich bemitleiden zu lassen. Letztendlich will sie ihn nicht hergeben .... liebt ihn sehr. Aber ... sie hat nun einen Zimmerschlüssel!
    Geschwisterliebe ... auch ein besonderes Thema.
    Schön, wie Du erzäht hast. Danke dafür
    Elisabeth

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  2. Liebe Elisabeth,
    vielleicht mag es an unserer Einstellung liegen, ich weiß es nicht.
    Ich weiß nur, dass man sich nicht bedauern muss. Ich sehe vieles sehr positiv, manchmal auch naiv, aber es macht uns und vor allem mir das Leben leichter. Jede Situation hat positive Seiten, und die sollte man kennen- und lieben lernen.
    Ich finde es immer sehr schade, wenn sie Menschen aufgrund ihrer Situation bedauern. Machts ja eigentlich nur schlimmer....
    Kinder sind eine Aufgabe, egal ob mit oder ohne Behinderung. Und ja, auch wir sprechen mit dem großen Bruder über viele dieser Dinge, die nicht änderbar sind. Und versuchen ihm die positiven Seiten zu zeigen und mit beiden Kindern nicht immer den leichten Weg, sondern den zielführenden Weg zu gehen.
    Hmmm...nicht immer leicht, wie du ja selbst weißt. Aber immer wieder schön, wenn eine Herausforderung geschafft wurde.
    Ich danke dir für deine Worte.
    Hab einen schönen Tag
    Tine

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